Leserbrief

15. Dezember 2009 | 48 Kommentare »

Diesen Leserbrief senden wir gemeinsam an Redaktionen, z.B.  haben wir ihn an DIE ZEIT in Reaktion auf diesen Artikel geschickt. Hinterlassen Sie Name und Adresse als Kommentar oder senden Sie uns eine Email unter kindergeldinvestieren@gmail.com dann führen wir Sie beim nächsten Mal als MitunterzeichnerIn auf. Gerne können Sie den Brief auch adaptieren und – am besten gemeinsam mit anderen Eltern – an Ihre Lokalzeitung senden. Vielen Dank!

Sehr geehrte Redaktion,

Wir, die unterzeichnenden Eltern, bekommen seit dem 1.1. 2010 mehr Kindergeld – wider unseren Willen. Statt in Erzieherinnen und Erzieher, in Schulen, Kitas oder Kindergärten zu investieren, findet in Deutschland Familienpolitik nur als Transferleistung nach dem Gießkannenprinzip statt. Dabei sind sich alle Experte einig: Deutschland braucht bessere Kinderbetreuung – nicht mehr Kindergeld.

Die Erhöhung wird den Staat satte 4,2 Milliarden Euro jährlich kosten – Geld, das bei den Kitas, Kindergärten und Schulen fehlt. Richtig investiert könnten davon zum Beispiel rund 166,000 ErzieherInnen zusätzlich eingestellt werden.

Lieber haben wir hochmotivierte ErzieherInnen, die angemessen anerkannt und entlohnt werden für ihre Arbeit mit unseren Kindern, als 20 Euro zusätzlich auf dem Konto. Wir werden deshalb die geplante Erhöhung von 20 Euro monatlich an Bildungseinrichtungen spenden. Wo der Staat versagt und falsch investiert, wollen wir ein Zeichen setzen und dafür sorgen, dass das Geld dort ankommt, wo es gebraucht wird.

Eine neue Familienpolitik ist gefragt. Wir fangen damit heute an und bitten alle, sich auf www.kindergeld-richtig-investiert.de zu beteiligen.

Mit freundlichen Grüßen,

Kathrin Blaufuss und Daniel Mittler

Dieffenbachstr 32, 10967 Berlin

Wenn Sie diesen Leserbrief mit unterzeichnen möchten, hinterlassen Sie uns Ihren Namen und Ihre Anschrift als Kommentar oder schicken eine Email an kindergeldinvestieren@gmail.com


48 Kommentare zu “Leserbrief”

  1. 1 Irene Mayer,  schrieb am 21. Dezember 2009:

    Unsere 20 Euro gehen an den Kindergarten!
    Danke für die Initiative.
    Irene

  2. 2 Sören Janssen (Hamburg),  schrieb am 21. Dezember 2009:

    Sehr gute Initiative! Ich bin dabei!

  3. 3 Juliette de Grandpré, berlin,  schrieb am 22. Dezember 2009:

    Ich auch!

  4. 4 Katja Grunow, Berlin,  schrieb am 7. Januar 2010:

    Katja Grunow
    Hufelandstr. 23
    10407 Berlin

  5. 5 Ute Scheub, Berlin,  schrieb am 8. Januar 2010:

    Super Idee, danke! Ich unterzeichne und bin dabei.

  6. 6 Dirk Jacobi, Berlin,  schrieb am 8. Januar 2010:

    Die pauschale Ablehnung der Kindergelderhöhung halte ich für falsch. Viele Eltern, die oberhalb von Hartz IV liegen, können das Geld gut gebrauchen. Der eigentliche Skandal ist das der Regelsatz für Kinder nicht gleichzeitig angehoben wurde und die Anhebung der Steuerfreibeträge für Kinder. Von letzterem profitieren nur die absoluten Spitzenverdiener und die zugleich deutlich mehr als die 20 Euro Kindergeldanhebung.
    Liebe Spitzenverdiener mit Kindern (also liebe Ärzte, Steuerberater etc.), beteiligt Euch doch bitte an der Aktion und zwar mit dem gesamtem Steuervorteil, den Ihr genießen werdet.

  7. 7 Wilfried Staemmler, Bielefeld,  schrieb am 8. Januar 2010:

    Ich bin in der taz auf Ihre Aktion aufmerksam geworden und finde Ihre Initiative wunderbar.
    Da ich kein Kindergeld mehr beziehe, kann ich auch nichts spenden, aber ich möchte das Thema Hartz-IV kommentieren.
    Dies ist für mich der wesentliche Skandal dieser politischen Entscheidung. Gerade die Betroffenen Hartz-IV-Empfänger, insbesondere die zig-tausenden von armen Kinder in Deutschland haben KEINEN VORTEIL von dem Kindergeld. Und halt deshalb, wie Sie auch richtig sagen, weil dieses Zusatzgeld verrechnet wird und somit einem Vorteil von NULL EURO entspricht.
    Das ist Anti-Sozial-Politik-BRD!
    (Das Wort “sozial” sollte aus der deutschen Politik gestrichen werden, weil es nur noch Fassadenschleimerei ist.)

  8. 8 Cidalia Gomes,  schrieb am 8. Januar 2010:

    cidalia Gomes

  9. 9 Liane Marr, Berlin,  schrieb am 8. Januar 2010:

    Liebe Politiker, Liebe Eltern

    ich kann die 20,- € ganz gut gebrauchen unser Kind ist nicht mehr so klein, dass Kita oder Grundschule ein breites Angebot an Sprache, Musik und Sport bieten.
    Unser Kind ist 14 Jahre!
    Ich muss also alles bezahlen, jeden Kurs an der VHS z.B., Musikschule und Sportverein …
    Jedoch wäre es um vieles besser gewesen, wenn die Politik die Kinder mit anderen Mittel unterstützen würden und zwar so dass alle auch die armen was davon haben
    z.B. freies Kita- und Schulessen;
    freier Eintritt in Schwimmbäder, bezahlbare Mitgliedschaften in Sportvereinen aller Art…
    und vorallem auch keine Schließungen von Bibliotheken, Musikschulen und andere Freizeiteinrichtungen…
    An denen mangelt es hier so sehr, dass man leider verstehen kann wenn junge Jugendlich die sich einzig in Kneipen treffen können auch zu Flasche greifen!!!!!!
    Das heiß also ich nehme die 20,- € und bezahle lieber ein Sprachreise, einen Fotokurs oder auf welche Idee mein Kind auch immer kommt ……….
    liebe Grüße
    Liane

  10. 10 Gerda Bunnsenbrenner, Jena,  schrieb am 8. Januar 2010:

    20 €? dafür kann ich im aldi schlechte lebensmittel kaufen, die ca. eine halbe woche ausreichen. das kann ich aber auch sein lassen. lieber weniger, dafür aber gesünder.
    gern würde ich mir die 200 € sparen, die ich monatlich an eine freie schule überweise, weil ich meiner tochter keine staatliche schule zumuten möchte, bzw. ich möchte, dass meine tochter in einem angenehmen klassenverband mit gut bezahlten und zufriedenen lehrern lernt.
    sicherlich ist das meine eigene wahl und leisten kann ich mir das als alleinerziehende Studentin (und damit auch harz IV- empfängerin) eigentlich auch nicht.
    dennoch spende ich die 20€ monatlich, damit kinder von weniger motivierten eltern trotzdem wenigstens die möglichkeit haben sich auf einem qualitativen weg zu bilden und zu entwickeln.

  11. 11 Jürgen Hauser, Duisburg),  schrieb am 8. Januar 2010:

    Die Richtung Ihrer Argumentation halte ich für falsch. Seit Jahren werden staatliche Ein- und Ausgaben in Deutschland weg von Kindern und hin zu anderen Zwecken gelenkt.

    So zahlte etwa ein Lediger ohne Kinder mit 100000 Euro zu versteuerndem Einkommen 1999 noch 43349 Euro an Einkommensteuer und Soli, während er 2010 nur noch 35364 Euro abführen muss.

    Seit Jahren sinkt aufgrund der zurückgehenden Kinderzahl der Ausgabeanteil der für Kinder- und Jugendliche verwendet wird, an den staatlichen Haushalten.

    Der Ausbau von Betreuungsangeboten für Kinder muss gesamtstaatlich und nicht nur von Eltern finanziert werden.

    Die Mindestentlastung von Eltern ist durch das Urteil des Bundesverfassungsgerichts von 1999 geregelt, in dem festgelegt ist, dass das Existenzminimum für Kinder nicht besteuert werden darf.

    Hierdurch erhält ein Lediger mit 2 Kindern und einem zu versteuernden Einkommen von 100000 Euro 2010 eine Zuwendung des Staates in Form von Kindergeld und Steuerentlastung
    Von ca. 4740 Euro im Jahr. Eine Nichterhöhung des Kindergeldes ändert nichts an dieser Gesamtzuwendung.

    Ein Lediger mit 2 Kindern und einem zu versteuernden Jahreseinkommen von 40000 Euro würde jedoch bei Nichterhöhung des Kindergeldes 480 Euro im Jahr verlieren.

    Kindergartenplätze und Kinderkrippen müssen alle Bürger finanzieren, nicht nur Eltern!

  12. 12 Regina Weihrauch, Göttingen,  schrieb am 8. Januar 2010:

    I
    ch habe heute in der TAZ von Ihrer Aktion erfahren. Das ist eine tolle Idee, ich bin dabei. Ich ärgere mich schon seit Jahren über die Antisozialpolitik und das Gießkannenprinzip der Geldverteilung.
    Natürlich müssen alle, auch Kinderlose, für Bildung bezahlen. Die Frage ist ja, wie wir direkt eine andere, sprich soziale Politik erreichen können. Kaum einer von uns macht doch aktiv etwas gegen den Sozialabbau, außer diskutieren im Freundeskreis. Mit Ihrer Aktion passiert endlich etwas. Wir können zeigen, wie unzufrieden wir sind und dass wir lieber das nötige Geld an die Bedürftigen weitergeben möchten als behalten. Denn viele von uns haben diese € 20 pro Kind wirklich nicht nötig. Ich persönlich wollte das Geld als Spende weitergeben. Aber das wäre still und leise passiert. Daher bin ich froh, dass wir nun durch Ihre Aktion die Möglichkeit haben, ein öffentliches Signal zu senden. Ich hoffe, mehrere Medien nehmen das auf, und nicht nur die TAZ.

  13. 13 Winfried Even, Gutenbergstr. 29e, 50823 Köln,  schrieb am 8. Januar 2010:

    Sehr gute Idee! Ich ärgere mich jeden Tag über unser unterfinanziertes Schul- und Kindergartensystem. Weil ich gut verdiene, “profitieren” wir von dem Kinderfreibetragfreibetrag für unsere 3 Kinder. Ich nehme dies als “schmutziges” Geld wahr, daß ich garnicht haben möchte. Meine Frau und ich haben uns entschlossen, es zur Hälfte an Terre des Hommes und die Caritas weiterzugeben. Bessere Finanzierung von Schule und Kindergarten sind Aufgabe des Staates. Ein Glück das so viele Eltern darauf hinweisen, Danke daß diese Initiative ein Forum dafür darstellt!

  14. 14 Stefan Oberle, Höchstadt,  schrieb am 8. Januar 2010:

    Kinder haben in unserem Staat nur eine Lobby zur Unterstützung politischer Sprechblasenbildung. Und die geplante Betreuungspauschale soll hort- und kindergartenbedürftige Kinder davon abhalten, eine entsprechend zu finanzierende Einrichtung aufzusuchen. Nietzsche wurde schon immer falsch zitiert: “denn wer am Abgrund steht, dem gebe man den ersten Stoß? Spenden als Ersatz für fehlinvestiertes Kindergeld sind keine Lösung für eine prinzipiell kinderfeindliche Politik, wenn auch gut gedacht.

  15. 15 Heike Winkler, München,  schrieb am 8. Januar 2010:

    Ich finde es toll, dass Sie das Thema über’s Internet publik machen und so allen Interessierten eine Plattform bieten. Auf diese Weise kommt hoffentlich auch bei den Verantwortlichen in der Politik an, dass sie am Willen der Bevölkerung vorbei regieren. Ich werde den Brief und die Internet-Adresse auch in Schulen und Kindergärten in meinem Umfeld weiterverbreiten.

  16. 16 Dörte Fuchs, Bremen,  schrieb am 9. Januar 2010:

    Super unterstützenswerte Idee!
    Wir unterzeichnen (Dörte & Jürgen Fuchs, Dijonstr. 17, 28211 Bremen) und spenden 40 € pro Monat an eine städtische Kita in Bremen.

  17. 17 Anke Knopp, Gütersloh,  schrieb am 9. Januar 2010:

    Ihre Idee ist ganz prima! Ich habe davon in der taz erfahren – und schließe mich an.
    Mein Geld geht an den Kindergarten, obwohl mein Kind schon sehr viel älter ist.

    Zudem habe ich die Idee in facebook gepostet und sende sie gleichfalls auch an die Lokalpresse: Wir stehen in unserer Kommune vor einem leeren Haushaltssäckel und gespart wird wieder einmal an der Bildung: Erhöhung der Kita-Beiträge und wann die Zuschüsse der Stadt zur OGS gekürzt werden, ist nur eine Frage der Zeit.
    Es ist also wichtig, Zeichen zu setzen – diese Politik ist unsozial und auf Dauer nicht haltbar für den sozialen Zusammenhalt unserer Gesellschaft.

  18. 18 Schwärzel Mona,  schrieb am 10. Januar 2010:

    Gute Idee……
    wir machen mit

  19. 19 Mona Schwärzel, Monika Schwärzel Berlin,  schrieb am 10. Januar 2010:

    hab den Wohnort vergessen
    wir machen mit für unsere Kinder…

  20. 20 Lo Sasso Mariana,  schrieb am 11. Januar 2010:

    Wir sind dabei!

  21. 21 Rainer,  schrieb am 11. Januar 2010:

    Super Sache, ihr solltet auch gleich eine ePetition starten. Weiter so.

  22. 22 Elisabeth Schneider und Lars Kröder,  schrieb am 12. Januar 2010:

    Hallo,

    wir finden die Idee super und werden uns einbringen. unser Geld werden wir an die Kita, die unser Sohn besucht spenden.

    Des weiteren werden wir die Initiative in der Kita publik machen.

    Beste Grüße

  23. 23 Tonia Fondermann,  schrieb am 12. Januar 2010:

    Ich finde die Initiative gut und richtig, auch wenn ich mich persoenlich ueber etwas mehr Geld freue. Noch mehr wuerde ich mich aber ueber ausreichend KiTa-Plaetze freuen und ueber eine Veraenderung in der oeffentlichen Wahrnehmung, denn der Kindergarten ist keine Aufbewahrungsstation fuer Kinder sondern eine Bildungseinrichtung, die auf die Schule vorbereitet. Von daher sollten Kindergartenbeitraege auf ein Minimum reduziert oder ganz abgeschafft werden. Eine kanadische Freundin war regelrecht entsetzt darueber, dass wir fuer den Kindergarten zahlen muessen. Sie sagte: Das verstehe ich nicht, ihr Deutschen habt doch den Kindergarten erfunden….

    Vielen Dank fuer die Initiative
    Tonia Fondermann
    Bonn

  24. 24 Mosen, Essen,  schrieb am 12. Januar 2010:

    richtig!

  25. 25 M. S., Köln,  schrieb am 14. Januar 2010:

    Wir machen nicht mit !

    Warum? Wir haben mehrere Kinder und unsere Kita sozusagen zuhause.

    Wir nehmen keine Kita-Subventionen (immerhin bis zu 1.400 Euro pro Platz und Monat je nach Ort) in Anspruch.

    Warum wollen Sie uns die Kindergelderhöhung nehmen ? Wir können diese gut gebrauchen!

  26. 26 Franz Josef Buschmeier, Berlin,  schrieb am 19. Januar 2010:

    Die Aktion setzt ein notwendiges Zeichen für eine zielorientierte Bildungspolitik. Mitmachen, liebe Besserverdiende, die das Kindergeld nicht wirklich brauchen und lieber an der (Bildungs) -wurzel ansetzen als mit der Giesskanne agieren. Unser Beitrag geht an die Schule unserer Tochter – bzw. den Förderverein, da (absurderweise) die Schule keine Spenden entgegennehmen darf.

  27. 27 Christoph Scheerer, Waiblingen,  schrieb am 19. Januar 2010:

    SUPER! Ich hatte versucht, dieselbe Initative zu starten und schon eine entsprechende Mail an alle bekannten Familien verschickt, da kann ich mir die weitere Arbeit jetzt ja sparen! Wie schön, wenn mehrere Menschen unabhängig dieselben Ideen haben. Wir sind natürlich dabei und werden die 20 € pro Monat voraussichtlich an ein Straßenkinderprojekt der EVA in Stuttgart spenden.

  28. 28 Julia und Jan Stottrop, Essen,  schrieb am 19. Januar 2010:

    Wir finden die Aktion sehr sinnvoll und werden uns beteiligen. Es wäre schön, wenn die Politik darauf reagieren würde.

  29. 29 Johannes Unz (Aulendorf),  schrieb am 20. Januar 2010:

    Wir haben eine kleine Tochter. Ich wünsche mir nicht mehr (Schulden-)Geld vom Staat, sondern bessere Schulen. Die 20 € meiner Tochter bekommen die Jugendlichen in der Schlau-Schule.

  30. 30 Hanna Brodowsky, Leipzig,  schrieb am 21. Januar 2010:

    Super Idee!
    Unser Geld kriegt unser Kindergarten.

    Es ist fantastisch, was die Betreuerinnen dort schon ohne Geld auf die Beine stellen.
    Was sie alles Tolles mit den Kindern machen könnten, wenn sie pro Gruppe nur 100 Euro im Monat mehr hätten !
    Von den Eltern kann’s bei vielen Familien leider nicht kommen, umso unsinniger ist es es, den wohlhabenden Familien hinterherzuschmeißen.

  31. 31 Daniela von Treuenfels, Berlin,  schrieb am 21. Januar 2010:

    sehr sympathisch!
    als Eltern von mehreren Kindern können wir es uns nicht erlauben, ganz auf dieses Geld zu verzichten. aber die diversen Schulfördervereine werden sich sicher über einen Teil des schönen Kindergeldes freuen.

  32. 32 Raboud Nicolette Berlin,  schrieb am 22. Januar 2010:

    Grundsätzlich schließe ich mich den Forderungen des Briefes an. Dabei muss ich allerdings auch eingestehen, dass ich mir das erlauben kann, da ich auf die 20€ verzichten kann. Ich denke allerdings bei Familien mit mehren Kindern und niedrigeren Gehältern sieht es da schon anders aus. Es wäre sicherlich kein Problem gewesen hier auch mit Kindergelderhöhungen mehr Gerechtigkeit zu schaffen. Ich Spende gerne an einen gemeinnützigen Verein, der benachteiligten Kindern hilft. Lieber würde ich mein Geld der Schule meines Sohnes spenden, doch sehe ich hier keine Möglichkeit das zu Fördern was ich für dringend notwendig halte, nämlich mehr qualifiziertes Personal für a) den normalen Unterricht und b) schulische Veranstaltungen jenseits des Lehrplans zum Ausprobieren. Auch Teilrenovierung einzelner Räume über den Förderverein zu finanzieren ist nicht so einfach.

  33. 33 Maren Heutger ,Oberhausen,  schrieb am 27. Januar 2010:

    Ich denke auch das Geld wäre am besten bei Familien mit geringem Einkommen aufgehoben oder könnte zur Förderung sozial benachteiligter Kinder verwendet werden. Auch Kita Plätze für unter 3 Jährige werden überall noch mehr benötigt, genauso wie es in Schulen gut investiert wäre….mir fallen 1000 Sachen ein wenn ich länger darüber nachdenke.

  34. 34 I. Hunger, Berlin,  schrieb am 28. Januar 2010:

    Gute Idee. Wir haben allerdings in der Familie darüber keine einstimmige Meinung. Dass uns die 720 € p.a. bei 3 Kindern nicht ganz egal sein können, kann man aber vielleicht doch nachvollziehen. Gesamtgesellschaftlich gesehen ist es trotzdem ein Skandal so mit unseren Steuergeldern umzugehen. Da gäbe es allerdings auch noch andere Felder wo falsch investiert wird. Ich denke da nur an die private Altersvorsorge. Wieso sollte denn eine private Versicherung, die allein auf Akkumulation ausgerichtet sein muß, besser sein als die über viele Jahrzehnte erfolgreiche, jetzt aber zerredete, gesetzliche Rentenversicherung sein? Und um wieder auf das Thema zurück zu kommen – der staatlichen Bildung geht es derzeit leider nicht anders. Auch sie wird schlechtgeredet und die Privatschule als so viel besser dargestellt. Wenn die 4 Mrd. in unsere staatliche Bildung investiert worden wären, hätte das ein sinnvoller Beitrag zur Bildungsrepublik sein können. Empfehlen möchte ich zum Thema auch die nachdenkseiten.de

  35. 35 Juliette Leischke,Dresden,  schrieb am 31. Januar 2010:

    Ich spende nicht trotz Kindergeld,
    da Ich auch kein Kindergeld bekomme (zumindest nicht ohne Es wieder abgeben o. angeben zu müssen bei der ARGE).
    Auch bei einer Vollbeschäftigung die ich jedoch nicht annehmen könnte da eines meiner 8 Kinder Schwerbehindert ist und für meine 3,6 jährige (Halbwaise) kein Kita-platz zu finden ist hätte Ich das Kindergeld nicht übrig sondern müßte weiterhin Hartz4 zusätzlich beantragen.

    Familienpolitik in Deutschland?
    Hab Ich keine Familie die es wert ist unterstützung vom Staat zu bekommen?

    Laut unseren Politikern bin Ich wohl das Assozialste im Land obwohl Ich alleine 8 Kinder groß ziehe.
    Was soll da der Spruch alle Kinder sind GLEICH wichtig? Wenn Millionähre Kindergeld bekommen und Arme nicht?
    PFUI TEUFEL

    Eine Politik die große Töne spuckt und Plätze für unter 3 Jährige schaffen will ,sollte erst mal dafür sorgen das die die schon 3 Jahre sind einen Platz bekommen!!!

  36. 36 W. Jentsch, Berlin,  schrieb am 31. Januar 2010:

    Es ist eine bodenlose Dummheit und Unverschämtheit unserer Regierung, wie mit unserem Geld umgegangen wird.
    Da hat ein Herr Ackermann Anrecht auf Erhöhung von Kindergeld, wenn er Kinder hätte. Er müßte das auch nicht zurückzahlen, da er kein Hartz IV erhält. Aber Fritz Müller, der mit seinen zwei Kindern als Geringverdiener noch Hartz IV braucht, dem wird das Geld wieder abgezogen. Und dieser Verwaltungsakt kostet auch noch 21 €. FDP und CDU/CSU verbrennen so noch Steuergelder, mit denen sie sorgsam umzugehen haben.
    Wie bei der sogenannten Steuerreform, wo die Pharmaindustrie geben wird, die Preise zu senken! Die werden einen Teufel tun. Keine Kopfpauschale, sonst werden Millionen von Bürgrn zu Bettlern beim Staat. Weiter die 14,5% ohne obere Bemessungsgrenze. Dann müssen auch Herr Ackermann & Co. von ihren monatlichen Millionen 14,5% zahlen. Das währen bei ihm ca. 14.5 Millionen für 2009.
    Ich fordere alle Mitbürger auf, an Frau Merkel, Herrn Westerwelle und Hern Seehofer zu schreiben und ihren Mißfallen Ausdruck zu verleihen.
    ….und spenden Sie Ihr Kindergeld den Bedürftigen.
    Danke

  37. 37 W. Jentsch,  schrieb am 31. Januar 2010:

    Ich meine natürlich nicht die Steuerreform, sondern die geplante Gesundheitsreform des Herrn Rösler.

  38. 38 regina von reumont, berlin,  schrieb am 2. Februar 2010:

    ihre spendenbereitschaft ist lobenswert, aber an wen richtet sie sich? es gibt auch eltern mit kindern, die aus der tagesbetreuung raus sind, nämlich ältere schüler und studenten.

    ich möchte sie darauf aufmerksam machen, daß zeitgleich mit der einführung des elterngeldes die bezugsgrenze für kinder in ausbildung von 27 jahren auf 25 jahre herabgesetzt wurde. das bedeutet im klartext: die studiengebühren wurden eingeführt, also müssen studenten aus nicht begüterten familien nebenbei arbeiten, das verlängert die studienzeit. gleichzeitig gibts zwei jahre weniger kindergeld für die eltern, die das in der regel an die kinder/studenten/schüler weitergeben.
    für mich persönlich bedeutet das, daß ich bereits zwei jahre kindergeld für mein viertes kind, das 1986 geboren wurde und bis 2013 studieren wird, “gespendet”
    habe. und zwar unfreiwillig, denn ohne gesetzesänderung würde mein sohn ca. 4.400 € mehr kindergeld bekommen. nicht, weil er arbeitslos ist, sondern, weil er studiert.
    es wäre gut, wenn sie erkennen würden, daß es auch kinder über sechs jahren gibt und eltern, die das kindergeld wirklich brauchen, denn ausbildung ist teuer!

  39. 39 S.Stresing, Berlin,  schrieb am 2. Februar 2010:

    Grundsätzlich finde ich jedes Engagement für unser Gemeinwesen sehr gut! Bildung ist unser aller Zukunft. Warum aber ausschließlich Eltern – die vielleicht für größere Kinder gerade das Geld für die Klassenfahrt, die Studiengebühr… zusammen sparen – zur Spende aufgerufen werden, ist mir schleierhaft. Dieser Aufruf sollte konsequenter Weise Allen zugehen, die eine Vergütung zuviel einbehaltener Steuern bekommen. Denn das ist das Kindergeld (vgl. § 31 Einkommensteuergesetz) Es ist vorrangig kein Geschenk an die Familien.
    Zudem halte ich es für bedenklich, neue ErzieherInnen mit einem Brutto von max. 1.750 € abspeisen zu wollen! (mit der Rechnung 4,2 Mrd : 166.00 sind doch die Arbeitgeberkosten berücksichtigt?). Übrigens wird der Bund keine einzige Erzieherin einstellen (ein Blick in die Finanzverfassung genügt).
    Schade, dass Politik wohl doch nicht so einfach ist.

  40. 40 Susanne Stiegert- Krumhauer,  schrieb am 3. Februar 2010:

    Großartige Aktion – davon müsste es mehr geben – wir sind dabei!

  41. 41 Dr Karin Heilmann, Berlin,  schrieb am 7. Februar 2010:

    Es gibt sicher viele gute Argumente für das Für und Wider dieser Aktion. Unterm Strich ist es eine Möglichkeit, für Eltern mit finanziellem Spielraum, die dieses “Geschenk” der Politik auch gar nicht wollten, ein Zeichen zu setzen – wir spenden es für die Schule unseres Sohnes.

  42. 42 Michael Schaf,  schrieb am 7. Februar 2010:

    Tolle Initiative. Natürlich gibt es viele, für die jeder Cent zählt und die sich über diese zusätzliche Einnahme freuen. Aber bei vielen verpuffen die 20 EUR doch eher. An der richtigen Stelle gesammelt und für den richtigen Zweck verwendet, ergibt sich doch ein viel besserer Effekt für unsere Kinder. Ich trage die Initiative in unsere Schule.

  43. 43 K. Zinke, Berlin,  schrieb am 8. Februar 2010:

    Lobenswert, daß sich jemand Gedanken macht! Aber auch konsequent zu Ende denken ist wichtig! Wie wäre es, wenn wir für die Leistungen, die wir in Anspruch nehmen (z.B. Betreuung durch qualifizierte Erzieherinnen), auch wenigstens einen Anteil bezahlen? Die drei KiTa-Jahre von Kosten zu befreien, ist bei den Zuständen in den Berliner Einrichtungen eine bodenlose Unverschämtheit! Der Senat hat kein Geld für die KiTas? Komisch. Sind wir denn schon im Kommunismus? Wenn’s nach dem Berliner Senat ginge, wohl schon. Wir haben drei Kinder, zwei davon im KiTa- bzw. Hortalter.

  44. 44 Ines Adam-Cavalar, Berlin,  schrieb am 15. Februar 2010:

    Eure Initiative hat mich sofort angespro-chen. Unsere 2 x 20,– Euro gehen an die Kita und den Schulförderverein. Außerdem versuche ich, die Idee im Kindergarten und in der Schule zu verbreiten.

  45. 45 Heike Nitsch, Leipzig,  schrieb am 7. März 2010:

    Wenn die Regierung das Geld nicht vernünftig verteilt, können wir’s – wenigstens im Kleinen – ja selber tun: Unsere 2X20 € gehen an den Förderverein unserer Schule und (noch nicht ganz ausdiskutiert) ans Kinderhilfswerk oder ein Entwicklungsprojekt.

  46. 46 Christine F., Köln,  schrieb am 27. März 2010:

    Ich finde die Aktion sehr sinnvoll und bin froh, auf sie gestoßen zu sein. Grundsätzlich ist eine Erhöhung des Kindergeldes ja nichts Schlechtes. Dass sich aber in der Konsequenz eine so ungerechte Verteilung ergibt, bei der Hartz IV-Empfänger nichts erhalten, Bezieher höherer Einkommen aber bis zu € 492,- mehr pro Jahr an Kinderfreibetrag sowie Freibetrag für Betreuungs-, Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf ist einfach unglaublich.

    Die uns zugedachte Freibetragserhöhung werden wir nicht annehmen. Wir unterstützen durch Spenden verschiedenen Träger der Kinder- und Jugendhilfe in Köln sowie den Förderverein des Kindergartens unseres Sohnes.

  47. 47 E.L. Gutjahr, Berlin,  schrieb am 24. Mai 2010:

    Weil er, soweit ich gesehen habe, als möglicher Spendenadressat noch nicht genannt war: ein Teil unserer 2×20 Euro geht an den Arbeitskreis Neue Erziehung e.V., der die Elternbriefe – zumindest in Berlin kostenlos an Eltern – verschickt: http://www.ane.de

  48. 48 Dr. Friedrich-J. Baartz,  schrieb am 9. Juni 2010:

    Hallo,
    auch habe mich von Anfang an über diese unsinnigen 20 EURO mehr geärgert, zumal gerade die, die es am ehesten spüren würden /Hartz IV Empfänger/ dieses Geld nicht erhalten.
    Ich hatte deshalb sofort versucht, Politiker von SPD und GRÜNE anzusprechen, doch lokale Austauschmöglichkeiten zu organisieren, damit Menschen wie ich – die wirklich auf dieses Geld verzichten können- direkt “Patenschaften” zu Familien herstellen können, denen man das Geld direkt zukommen lassen kann.
    Leider habe ich nie eine Resonanz erhalten.
    Sehen Sie eine Möglichkeit, diese Idee in die Tat umzusetzen?
    Denn, so gut Ihre Idee auch ist, letztlich kommen unsere Spenden doch wieder nur bei “uns” an…
    Beste Grüße
    Friedrich-J. Baartz


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